Der Spiegel berichtete von einer angeblichen Fehldiagnose bei einem belgischen Wachkomapatienten die nach 23 Jahren aufgedeckt wurde.
Inzwischen kann sich der Patient mit Hilfe eines Computers mit Spezialtastatur mitteilen.
Was der Spiegel dabei nicht erwähnt ist, dass es es sich hierbei um “Facilitated communication” handelt. Dies ist eine pseudowissenschaftlichen Methode um mit Wachkomapatienten zu kommunizieren. Das Ganze ist vergleichbar mit Ouija.
So viel zum Thema des deutschen Qualitätsjournalismus mit aufwendig recherchierten Geschichten.
Danke an Wired und an die James Randi Educational Foundation.
Ein Artikel bei Telepolis beschäftigt sich mit ethischen und politischen Implikationen von Implantaten und menschlicher Optimierung.
Erstaunlicher weiße reagiert die Politik auf EU Ebene recht schnell und hat eine Kommission gegründet. Diese soll legale und ethische Grenzen von Implantaten ausloten.
Für mich klingt dass nach Inquisition aufgrund von Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit. Die ethische Unflexibilität der politisch Verantwortlichen auf dem Gebiet der Bio-, und diesem Fall der Implantattechnologie, ist frustrierend.
Professoren Klaus-Robert Müller und sein Team vom Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik arbeiten der Computer-Hirn-Schnittstelle und zeigen ihre Arbeit auf der diesjährigen CeBIT. Über 128 Elektroden, die Gehirnströme messen, kann man z. B. eine Cursor nach links oder recht bewegen.
Das Thema, Computer-Hirn-Schnittstelle, finde ich sehr interessant, aber ich vermisse doch den Fortschritt.
Wie Glühwürmchen im Formationsflug schweben die Lichtpunkte vor dem Gesicht von Tatsumi Kimura. Der Forscher stellt in Tsukuba nördlich von Tokio den Prototypen einer dreidimensionalen Anzeige vor: Mehrere Infrarotlaser erzeugen schwebende Plasmapunkte im Raum. Entwickelt wurde das Gerät, das die Punkte erzeugt, am staatlichen Forschungsinstitut AIST. Das Objekt vor Herrn Kimuras Gesicht sieht von allen Seiten gleichermaßen zylindrisch aus, hat also tatsächlich räumliche Tiefe. Nur anfassen kann er es nicht.
Aus der Sicht der Evolution spielt Sex die Rolle einer umsichtigen Reinigungskraft, die geschickt die Gene in Ordnung hält und schädliche Mutationen gewissenhaft aussortiert. Denn wenn sexuelle Arten zur asexuellen Reproduktion übergehen, sammeln sich in ihrem Genom schneller nachteilige Mutationen an. Am Beispiel von Daphnia pulex, dem Wasserfloh, konnten Forscher das erstmals empirisch beobachten.
Der Demos Verlag hat ein Buch mit dem Titel “Better Humans? The politics of human enhancement and life extension,” unter Open access Lizenz veröffentlicht:
Aus der Buchbeschreibung:
We all share a desire for self-improvement.Whether through education, work, parenthood or adhering to religious or ethical codes, each of us seeks to become a ‘better human’ in a variety of ways. And for some people, more consumerist pursuits hold the key to self-improvement: working out in the gym, wearing makeup, buying new clothes, or indulging in a spot of cosmetic surgery.
But now a new set of possibilities is opening up. Advances in biotechnology, neuroscience, computing and nanotechnology mean that we are in the early stages of a period of huge technological potential. Within the next 30 years, it may become commonplace to alter the genetic make-up of our children, to insert artificial implants into our bodies, or to radically extend life expectancy.
This collection of essays by leading scientists and commentators explores the implications of human enhancement technologies and asks how citizens and policy-makers should respond.
Zu Google habe ich ein zwiespältiges Verhältnis.
Die Suchergebnisse sind immer noch die Besten (Es sei denn, es wird mal wieder zensiert), sonst halte ich mich von den Diensten der Datenkrake fern.
Mit Google Book Search kehrt Google wieder zu seinen Wurzel zurück, der Suche in und Strukturierung von gigantischen Datenmengen. In diesem Fall, das gesamt gedruckte Wissen der Menschheit.
Zumindest versucht es Google, denn wie bei kaum einem anderen Dienst weht Google ein eisiger Wind entgegen, der von der Verlagsindustrie kommt. Einer Industrie, die wie die Musik- und Filmindustrie den Sprung in das Internetzeitalter noch nicht geschafft hat.
Der unmittelbare, freie und vollständige Zugang auf einen Großteil des gedruckten, englischsprachigen Wissens der Menschheit (zumindest dort, wo man Internetzugang hat) wäre das größte Entwicklungshilfeprojekt (Wissenstransfer in Entwicklungsländer) der Menschheit und würde die Art wie die Menschheit mit Wissen arbeitet revolutionieren.
In meine Augen sind sämtliche Einwände der Verlagsindustrie, bezüglich Uhrheberrecht, im Angesicht der Möglichkeiten die sich bieten irrelevant und kleingeistig.
Am penetrantesten bei den Nörglern sind die Franzosen (bzw. Jean-Noël Jeanneney, Direktor der Französischen Nationalbibliothek) mir ihrem Nationalchauvinismus. Würde Google zuerst Bücher in französischer Sprache scannen, würde Jean-Noël Jeanneney Google den Arsch lecken. Auch er wird sich damit abfinden müssen, dass französisch nicht die Weltsprache Sprache ist, sondern Englisch.
In Deutschland bekommt Google ebenfalls Gegenwind und was für welchen.
Google hat in 2 Jahren über 300$ in das Einscannen von Büchern investiert. Nun kommen die Waldschrate vom Börsenverein des deutschen Buchhandels und denken mit einem einstelligen Millionenbetrag das Gleiche erreichen zu können. Das Know-how und die Fähigkeite in großen Datenmengen zu suchen und dies Funktionen einer großen Benutzergruppe zu Verfügung zu stellen fehlt es diesen Waldschrate gänzlich.
Neurowissenschaftler des Biozentrums in Würzburg haben einen Flugsimulator für Fruchtfliegen mit “Blinkenlights Technologie” entwickelt. Dieses “Holodeck” wird von den Wissenschaftlern benutzt, um die Gehirnfunktionen der Fruchtfliegen in einer simulierten Umgebung zu untersuchen.