Tag Archive for 'Onlinerechte'

Cory Doctorow: Google’s YouTube policy for Android users is copyright extremism

Unless you’re running a very specific version of Google’s software on your phone or tablet, you can’t “rent” movies on YouTube.

This is as extreme as copyright gets, really. Book publishers have never told you which rooms you could read in, or what light bulbs you were allowed to use, or whether you could rebind the book or take it abroad with you. Broadcasters have never vetoed the design of radios.

The extension of copyright to “configuration right” is a profound shift in the history of technology and culture.

Links extern:
Google’s YouTube policy for Android users is copyright extremism | Technology | guardian.co.uk
Android’s YouTube Store lockout is textbook copyright extremism – Boing Boing

Obama Regierung und NATI erklären dem freien Internet den Krieg

Die Obama Regierung versucht sich an einer Neuauflage des Communications Decency Act. Jugendschutz wird als Scheinargument für eine Ausweitung von Internetzensur gebraucht.

Child protection and Freedom of Expression

Dieser neue Vorstoß geht aber noch weiter. Die Regierung will sich als zentral Stelle für Internetsicherheit etablieren und u. a. private Netzwerke schützen. Dies geht aber nur wenn man Zugriff auf diese Netzwerke hat oder diesen vorgelagert ist um Angriffe auszufiltern. Letzten Endes bedeutet dies das Ende des privaten und freien Internets.

If we are successful, maybe we will change our name to the National Trust the Internet Administration.

Links extern:
heise online – US-Telekom-Behörde richtet sich neu aus
National Telecommunications and Information Administration – The Internet: Evolving Responsibility for Preserving a First Amendment Miracle

Amazon – Kindle

The Device Software will provide Amazon with data about your Device and its interaction with the Service (such as available memory, up-time, log files and signal strength) and information related to the content on your Device and your use of it (such as automatic bookmarking of the last page read and content deletions from the Device). Annotations, bookmarks, notes, highlights, or similar markings you make in your Device are backed up through the Service.

Amazon – Kindle Terms of Service
[via dive into mark]
Amazon Kindle – Wikipedia

DRM = C.R.A.P. technology

Links extern:
A load of C.R.A.P. – At The Whiteboard – ZDNet

Apple iPod+iTunes+DRM

Links extern:
DefectiveByDesign.org
DefectiveByDesign.org – a photoset on Flickr

MPAA verklagt Millionär – Millionär verklagt MPAA

Links extern:
Wired 14.08: START – Shawn Hogan, Hero

EFF’s “The Corruptibles”

Links extern:
EFF: Homepage
EFF: The Corruptibles
The Corruptibles (XviD MPEG4) [7.5M, avi]
gulli: The Corruptibles: Superhelden im Copyrightgeschäft schwer im Kommen

Befreite Dokumente, aber noch keine Deutschland API in Sicht

Wenn der Staat versagt, hilft nur die Zivilgesellschaft.

Der CCC und der FoeBud haben ein Internetportal gestartet, in dem Bürger Dokumente, die im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes “befreit” wurden, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen können. Auf diese weise kann man die unerträglichen Gebühren, die bis zu 500 € pro Anfrage betragen können, bei einer weitern Anfrage der gleichen Akten vermeiden.
Ein solches zentrales Portal hätte vom staatlicher Seite von Beginn an eingerichtet werden müssen.

Ich halte das Informationsfreiheitsgesetz in seiner jetzigen Form für völlig unzureichend und nur ein Trippelschritt hin zur maschinenlesbaren Regierung (Deutschland API).

Links extern:
Willkommen — Aktensammelstelle des CCC eV und des FoeBuD eV
CCC | “Befreite Dokumente” für alle im Internet abrufbar
heise online – Aktensammelstelle zum Informationsfreiheitsgesetz geht online

Hands Off My Internet!

Links extern:
Think the Internet will always be open? – Common Cause
Network Neutrality Facts – Hands Off My Internet! – Common Cause
Technology Review | Infotech | Telekommunikation | Kommentar: Netzneutralität in Gefahr

DRM C.R.A.P

ZDNet Executive Editor David Berlind suggests that CRAP or Content, Restriction, Annulment, and Protection, is a catchier phrase than DRM – Digital Rights Management. Why does he think this technology is crap? Once you’ve bought music or other content to play on one device, it won’t play on any other device because of the proprietary layer of CRAP.

Video:
RealMedia
WMV

Links extern:
A load of C.R.A.P. – At The Whiteboard – ZDNet

Warum HDTV ein Flopp wird

P2501 schreibt: “Zusammen mit dino habe ich die wohl wichtigsten Probleme mit HDTV, so wie es aktuell geplant ist, zusammengestellt. Da die Liste etwas lang für einen Artikel ist, hier nur der Link darauf.”

Links extern:
symlink.ch | Warum HDTV ein Flopp wird
Warum HDTV ein Flopp wird

Das Märchen vom geistigen Eigentum

Wovor haben die USA Angst?

Terroranschläge, Abtreibungen und homosexuelle Ehen.

Neu hinzugekommen ist nun, dass die USA und andere IP-Regime einen Angriff der Entwicklungsländer auf “geistiges Eigentum” befürchten.
In dieser Hinsicht können die USA ganz beruhigt sein, denn was es nicht gibt, kann auch nicht angreifen werden.

Links extern:
heise online – USA warnt vor Attacke auf geistiges Eigentum

Apple Lemminge

Thomas Hawk hat einen äußertest treffende Artikel zum Thema iTunes geschrieben. Wie er möchte auch ich mich nicht auf alle Ewigkeiten an Apple und dessen Produkte binden (an die Klitsche von Microsoft URGE oder Napster und ähnliche Konsorten genauso wenig). Zwar kann man Apples DRM umgehen (Brennen -> Rippen), aber der Sinn, von online gekaufter Musik, ist doch der, dass man CDs Rippen nicht mehr Rippen muss.
So lange es keinen legalen Weg gibt Musik in einem freien Format, in hoher Qualität und ohne DRM zu kaufen, werde ich weiterhin auf anderen Wegen an meine Musik kommen. Als Linux Benutzer geht dass auch gar nicht anders.

Zurzeit feiert die Presse den glücklichen Käufer des einen milliardsten Songs. Über seine dauerhafte “Beziehung” zu Apple hat er sich und die meisten anderen iTunes Kunden wohl noch keine Gedanken gemacht.

PS: Die Tatsache, dass der Unterbau von MacOS X unter einer Open-Source Lizenz stand, war auch nur Marketing und Apple scheint sich nun komplett von Open-Source und Partizipation zu verabschieden.

Einem Artikel auf Daemon News zu folge, war es für externe Entwickler, schon von Anfang an, nahezu unmöglich produktiv an Darwin zu mitzuarbeiten. Bis heute sind noch keine Sourcen für den Kernel oder Treiber von Darwin x86 erschienen.

Even worse, one has to wonder why people would want to donate their time to such a fruitless and pointless cause

Links extern:
Thomas Hawk’s Digital Connection: iTunes, One Billion Suckers Served
Daemon News ‘200602’ : ‘”A Brief History of Apple’s Open Source Efforts “‘

Goolag

Links extern:
CULT OF THE DEAD COW || cDc launches global campaign against Google
20060214SFTprotest photo album – Photobucket.com
Goolag
Goolag large.jpg
goolag.eps

Copyleft – Fight Copyright – Copyright Criminals

Benjamin Franzen und Kembrew McLeod haben eine Kurzdokumentation über die Remix Kultur von DJs gedreht und deren Schwierigkeiten mit dem Urheberrecht. Der Film beseht aus Interviews steht natürlich unter einer Creative Commons Lizenz.

Links extern:
copyrightcriminals.com
Internet Archive: Details: Copyright Criminals: This is a Sampling Sport (10 min Work in Progress)

Google Book Search und der Kampf gegen die ewig Gestrigen

Zu Google habe ich ein zwiespältiges Verhältnis.
Die Suchergebnisse sind immer noch die Besten (Es sei denn, es wird mal wieder zensiert), sonst halte ich mich von den Diensten der Datenkrake fern.
Mit Google Book Search kehrt Google wieder zu seinen Wurzel zurück, der Suche in und Strukturierung von gigantischen Datenmengen. In diesem Fall, das gesamt gedruckte Wissen der Menschheit.
Zumindest versucht es Google, denn wie bei kaum einem anderen Dienst weht Google ein eisiger Wind entgegen, der von der Verlagsindustrie kommt. Einer Industrie, die wie die Musik- und Filmindustrie den Sprung in das Internetzeitalter noch nicht geschafft hat.
Der unmittelbare, freie und vollständige Zugang auf einen Großteil des gedruckten, englischsprachigen Wissens der Menschheit (zumindest dort, wo man Internetzugang hat) wäre das größte Entwicklungshilfeprojekt (Wissenstransfer in Entwicklungsländer) der Menschheit und würde die Art wie die Menschheit mit Wissen arbeitet revolutionieren.
In meine Augen sind sämtliche Einwände der Verlagsindustrie, bezüglich Uhrheberrecht, im Angesicht der Möglichkeiten die sich bieten irrelevant und kleingeistig.
Am penetrantesten bei den Nörglern sind die Franzosen (bzw. Jean-Noël Jeanneney, Direktor der Französischen Nationalbibliothek) mir ihrem Nationalchauvinismus. Würde Google zuerst Bücher in französischer Sprache scannen, würde Jean-Noël Jeanneney Google den Arsch lecken. Auch er wird sich damit abfinden müssen, dass französisch nicht die Weltsprache Sprache ist, sondern Englisch.
In Deutschland bekommt Google ebenfalls Gegenwind und was für welchen.
Google hat in 2 Jahren über 300$ in das Einscannen von Büchern investiert. Nun kommen die Waldschrate vom Börsenverein des deutschen Buchhandels und denken mit einem einstelligen Millionenbetrag das Gleiche erreichen zu können. Das Know-how und die Fähigkeite in großen Datenmengen zu suchen und dies Funktionen einer großen Benutzergruppe zu Verfügung zu stellen fehlt es diesen Waldschrate gänzlich.

Links extern:
heise online – Google bietet europäischen Regierungen Kooperation an
heise online – Google scannt wieder Copyright-geschützte Bücher
heise online – Google wegen Digitalisierungsplänen unter Druck
heise online – Schriftstellervereinigung PEN greift Google an
heise online – Bibliotheken kritisierten Google-Projekt zu Bücher-Digitalisierung
heise online – US-Verlegerverband macht Front gegen Google Print
heise online – Google wegen “massiver Copyright-Verletzungen” verklagt
TP: Die neuen Bibliotheken von Alexandria
Keep science off web, says Royal Society
Französische Verleger machen Front gegen Googles E-Bibliothek – News-Forum

10 Jahre Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace

Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Laßt uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht mehr.

Wir besitzen keine gewählte Regierung, und wir werden wohl auch nie eine bekommen – und so wende ich mich mit keiner größeren Autorität an Euch als der, mit der die Freiheit selber spricht. Ich erkläre den globalen sozialen Raum, den wir errichten, als gänzlich unabhängig von der Tyrannei, die Ihr über uns auszuüben anstrebt. Ihr habt hier kein moralisches Recht zu regieren noch besitzt Ihr Methoden, es zu erzwingen, die wir zu befürchten hätten.

Regierungen leiten Ihre gerechte Macht von der Zustimmung der Regierten ab. Unsere habt Ihr nicht erbeten, geschweige denn erhalten. Wir haben Euch nicht eingeladen. Ihr kennt weder uns noch unsere Welt. Der Cyberspace liegt nicht innerhalb Eurer Hoheitsgebiete. Glaubt nicht, Ihr könntet ihn gestalten, als wäre er ein öffentliches Projekt. Ihr könnt es nicht. Der Cyberspace ist ein natürliches Gebilde und wächst durch unsere kollektiven Handlungen.

Ihr habt Euch nicht an unseren großartigen und verbindenden Auseinandersetzungen beteiligt, und Ihr habt auch nicht den Reichtum unserer Marktplätze hervorgebracht. Ihr kennt weder unsere Kultur noch unsere Ethik oder die ungeschriebenen Regeln, die unsere Gesellschaft besser ordnen als dies irgendeine Eurer Bestimmungen vermöchte.

Ihr sprecht von Problemen, die wir haben, aber die nur Ihr lösen könnt. Das dient Eurer Invasion in unser Reich als Legitimation. Viele dieser Probleme existieren gar nicht. Ob es sich aber um echte oder um nur scheinbare Konflikte handelt – wir werden sie lokalisieren und mit unseren Mitteln angehen. Wir schreiben unseren eigenen Gesellschaftsvertrag. Unsere Regierungsweise wird sich in Übereinstimmung mit den Bedingungen unserer Welt entwickeln, nicht Eurer. Unsere Welt ist anders.

Der Cyberspace besteht aus Beziehungen, Transaktionen und dem Denken selbst, positioniert wie eine stehende Welle im Netz der Kommunikation. Unsere Welt ist überall und nirgends, und sie ist nicht dort, wo Körper leben.

Wir erschaffen eine Welt, die alle betreten können ohne Bevorzugung oder Vorurteil bezüglich Rasse, Wohlstand, militärischer Macht und Herkunft.

Wir erschaffen eine Welt, in der jeder Einzelnen an jedem Ort seine oder ihre Überzeugungen ausdrücken darf, wie individuell sie auch sind, ohne Angst davor, im Schweigen der Konformität aufgehen zu müssen.

Eure Rechtsvorstellungen von Eigentum, Redefreiheit, Persönlichkeit, Freizügigkeit und Kontext treffen auf uns nicht zu. Sie alle basieren auf der Gegenständlichkeit der materiellen Welt. Es gibt im Cyberspace keine Materie.

Unsere persönlichen Identitäten haben keine Körper, so daß wir im Gegensatz zu Euch nicht durch physische Gewalt reglementiert werden können. Wir glauben daran, daß unsere Regierungsweise sich aus der Ethik, dem aufgeklärten Selbstinteresse und dem Gemeinschaftswohl eigenständig entwickeln wird. Unsere Identitäten werden möglicherweise über die Zuständigkeitsbereiche vieler Eurer Rechtssprechungen verteilt sein. Das einzige Gesetz, das alle unsere entstehenden Kulturen grundsätzlch anerkennen werden, ist die Goldene Regel. Wir hoffen, auf dieser Basis in der Lage zu sein, für jeden einzelnen Fall eine angemessene Lösung zu finden. Auf keinen Fall werden wir Lösungen akzeptieren, die Ihr uns aufzudrängen versucht.

In den Vereinigten Staaten habt Ihr mit dem “Telecommunications Reform Act” gerade ein Gesetz geschaffen, das Eure eigene Verfassung herabwürdigt und die Träume von Jefferson, Washington, Mill, Madison, Tocqueville und Brandeis beleidigt. Diese Träume müssen nun in uns wiedergeboren werden.

Ihr erschreckt Euch vor Euren eigenen Kindern, weil sie Eingeborene einer Welt sind, in der Ihr stets Einwanderer bleiben werdet. Weil Ihr sie fürchtet, übertragt Ihr auf Eure Bürokratien die elterliche Verantwortung, die Ihr zu feige seid, selber auszüben. In unserer Welt sind alle Gefühle und Ausdrucksformen der Humanität Teile einer umfassenden und weltumspannenden Konversation der Bits. Wir können die Luft, die uns erstickt, von der nicht trennen, die unsere Flügel emporhebt.

In China, Deutschland, Frankreich, Rußland, Singapur, Italien und den USA versucht Ihr, den Virus der Freiheit abzuwehren, indem Ihr Wachposten an den Grenzen des Cyberspace postiert. Sie werden die Seuche für eine Weile eindämmen können, aber sie werden ohnmächtig sein in einer Welt, die schon bald von digitalen Medien umspannt sein wird.

Eure in steigendem Maße obsolet werdenden Informationsindustrien möchten sich selbst am Leben erhalten, indem sie – in Amerika und anderswo – Gesetze vorschlagen, die noch die Rede selbst weltweit als Besitz definieren. Diese Gesetze würden Ideen als nur ein weiteres industrielles Produkt erklären, nicht ehrenhafter als Rohmetall. In unserer Welt darf alles, was der menschliche Geist erschafft, kostenfrei unendlich reproduziert und distribuiert werden. Die globale Übermittlung von Gedanken ist nicht länger auf Eure Fabriken angewiesen.

Die zunehmenden feindlichen und kolonialen Maßnahmen versetzen uns in die Lage früherer Verteidiger von Freiheit und Selbstbestimmung, die die Autoritäten ferner und unwissender Mächte zurückweisen mußten. Wir müssen unser virtuelles Selbst Eurer Souveränität gegenüber als immun erklären, selbst wenn unsere Körper weiterhin Euren Regeln unterliegen. Wir werden uns über den gesamten Planeten ausbreiten, auf daß keiner unsere Gedanken mehr einsperren kann.

Wir werden im Cyberspace eine Zivilisation des Geistes erschaffen. Möge sie humaner und gerechter sein als die Welt, die Eure Regierungen bislang errichteten.

John Perry Barlow (barlow@eff.org)
Davos, Schweiz
8. Februar 1996

Die Utopien von heute, sind die Realitäten von morgen

Henri Dunant

Links extern:
TP: Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace
10 Jahre Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace – News-Forum

Datensammler sind Verbrecher

Gemeinsame Erklärung zur Vorratsdatenspeicherung in Deutschland

Die systematische Aufzeichnung und Aufbewahrung von Informationen über die Kommunikation, Bewegungen und Mediennutzung der gesamten Bevölkerung („Vorratsdatenspeicherung“) ohne Einwilligung der Betroffenen ist inakzeptabel. Sie bewirkt keinen verbesserten Schutz vor Kriminalität, kostet Millionen von Euro, gefährdet die Privatsphäre und die Sicherheit Unschuldiger, beeinträchtigt vertrauliche Kommunikation und ebnet den Weg in eine immer weiter reichende Massenüberwachung der Bevölkerung.

Wir fordern, Vorratsspeicherungspflichten von den deutschen und europäischen Gerichten auf ihre Vereinbarkeit mit den Grundrechten hin überprüfen zu lassen.

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags fordern wir auf, an ihrer Ablehnung einer verdachtslosen Vorratsdatenspeicherung festzuhalten und stattdessen weniger eingreifende Alternativen zu prüfen (z.B. das „Quick-freeze“-Verfahren).

Für den Fall, dass der Deutsche Bundestag eine EG-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung trotz allem umsetzen sollte, fordern wir:

  • 1. Die maximale Umsetzungsfrist bis Mitte 2007 – für Internetdaten bis Anfang 2009 – ist auszuschöpfen.
  • 2. Bürger dürfen nicht verpflichtet werden, sich vor der Nutzung von Telefon, Handy oder Internet zu identifizieren. Bestehende Identifizierungspflichten sind aufzuheben.
  • 3. Eine Vorratsspeicherung wird nur für die in der Richtlinie genannten Datentypen und nur für die Dauer von sechs Monaten eingeführt; danach sind die Daten unverzüglich zu löschen. Zu speichern sind nur Daten, die bei dem jeweiligen Anbieter zur Bereitstellung von Kommunikationsdiensten ohnehin erzeugt oder verarbeitet werden.
  • 4. Der Staat hat die zur Datenspeicherung und -vorhaltung verpflichteten Anbieter für die daraus resultierenden Zusatzkosten (Investitionskosten, Vorhaltekosten, Personalkosten) voll zu entschädigen.
  • 5. Der staatliche Zugriff auf Informationen über die Kommunikation und die Kommunizierenden („Verkehrsdaten“, Bestandsdaten“) hat den gleichen Voraussetzungen zu unterliegen wie der Zugriff auf die Inhalte der Kommunikation.
  • 6. Der Zugriff auf Kommunikationsdaten ist nur zur Verhinderung oder Verfolgung schwerer Straftaten zuzulassen, wenn im Einzelfall der konkrete Verdacht einer solchen Tat besteht. Der Zugriff zwecks Strafverfolgung sollte beschränkt sein auf Fälle organisierter Kriminalität, in denen eine höhere Strafe als vier Jahre Freiheitsstrafe zu erwarten ist.
  • 7. Eine Nutzung von Kommunikationsdaten zu anderen Zwecken, beispielsweise durch Nachrichtendienste, durch sonstige Behörden oder durch private Dritte, ist auszuschließen. Den speichernden Diensteanbietern selbst ist die Nutzung der Daten nur insoweit zu gestatten, wie es zur Entgeltermittlung und Entgeltabrechnung erforderlich ist.
  • 8. Der Zugriff auf und die Verwertung von Informationen über die Kommunikation von Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern, anderen Berufsgeheimnisträgern sowie Journalisten sind nur in besonderen Ausnahmefällen zuzulassen.
  • 9. Zur Datenspeicherung und -vorhaltung sind nur Anbieter öffentlich zugänglicher Kommunikationsdienste und Betreiber öffentlicher Kommunikationsnetze zu verpflichten. Kleine Anbieter, insbesondere im Internetbereich, sind auszunehmen.
  • 10. Die positiven und negativen Auswirkungen der Vorratsdatenspeicherung auf die Gesellschaft sind von einer unabhängigen Stelle zu untersuchen. Die Ergebnisse sind zu veröffentlichen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat dem Deutschen Bundestag alle zwei Jahre Bericht über die Erfahrungen mit der praktischen Anwendung der Vorratsdatenspeicherung zu erstatten. Die Berichte sind zu veröffentlichen.

Links extern:
CCC | Gemeinsame Erkärung “Datenspeicherung ist inakzeptabel”
Widerstand gegen geplante Vollprotokollierung der Telekommunikation – Gemeinsame Erklärung — FoeBuD e.V.

Google Bilder zensiert Mohammed-Karikaturen

Eine suche bei “Google Bilder” nach Mohammed-Karikaturen (bzw. nach “Muhammad caricatures”) ergibt nicht das Ergebnis, dass man nach den diesen Tagen erwarten würde. Von den 12 Karikaturen aus Jyllands-Posten ist nur eine in der Ergebnismenge. Von anderen Karrikaturen von Mohammed ist auch nichts zu sehen.

Zeitleiste der Ereignisse rund um dem Sony Kopierschutz

netzpolitik.org: » Rootkit – Sonys digitaler Hausfriedensbruch Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft.