Google Book Search und der Kampf gegen die ewig Gestrigen

Zu Google habe ich ein zwiespältiges Verhältnis.
Die Suchergebnisse sind immer noch die Besten (Es sei denn, es wird mal wieder zensiert), sonst halte ich mich von den Diensten der Datenkrake fern.
Mit Google Book Search kehrt Google wieder zu seinen Wurzel zurück, der Suche in und Strukturierung von gigantischen Datenmengen. In diesem Fall, das gesamt gedruckte Wissen der Menschheit.
Zumindest versucht es Google, denn wie bei kaum einem anderen Dienst weht Google ein eisiger Wind entgegen, der von der Verlagsindustrie kommt. Einer Industrie, die wie die Musik- und Filmindustrie den Sprung in das Internetzeitalter noch nicht geschafft hat.
Der unmittelbare, freie und vollständige Zugang auf einen Großteil des gedruckten, englischsprachigen Wissens der Menschheit (zumindest dort, wo man Internetzugang hat) wäre das größte Entwicklungshilfeprojekt (Wissenstransfer in Entwicklungsländer) der Menschheit und würde die Art wie die Menschheit mit Wissen arbeitet revolutionieren.
In meine Augen sind sämtliche Einwände der Verlagsindustrie, bezüglich Uhrheberrecht, im Angesicht der Möglichkeiten die sich bieten irrelevant und kleingeistig.
Am penetrantesten bei den Nörglern sind die Franzosen (bzw. Jean-Noël Jeanneney, Direktor der Französischen Nationalbibliothek) mir ihrem Nationalchauvinismus. Würde Google zuerst Bücher in französischer Sprache scannen, würde Jean-Noël Jeanneney Google den Arsch lecken. Auch er wird sich damit abfinden müssen, dass französisch nicht die Weltsprache Sprache ist, sondern Englisch.
In Deutschland bekommt Google ebenfalls Gegenwind und was für welchen.
Google hat in 2 Jahren über 300$ in das Einscannen von Büchern investiert. Nun kommen die Waldschrate vom Börsenverein des deutschen Buchhandels und denken mit einem einstelligen Millionenbetrag das Gleiche erreichen zu können. Das Know-how und die Fähigkeite in großen Datenmengen zu suchen und dies Funktionen einer großen Benutzergruppe zu Verfügung zu stellen fehlt es diesen Waldschrate gänzlich.

Links extern:
heise online – Google bietet europäischen Regierungen Kooperation an
heise online – Google scannt wieder Copyright-geschützte Bücher
heise online – Google wegen Digitalisierungsplänen unter Druck
heise online – Schriftstellervereinigung PEN greift Google an
heise online – Bibliotheken kritisierten Google-Projekt zu Bücher-Digitalisierung
heise online – US-Verlegerverband macht Front gegen Google Print
heise online – Google wegen “massiver Copyright-Verletzungen” verklagt
TP: Die neuen Bibliotheken von Alexandria
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Französische Verleger machen Front gegen Googles E-Bibliothek – News-Forum

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